Anmelden Registrieren

Einloggen

Username *
Password *

Neuen Account anlegen

Die mit einem Sternchen (*) gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
Name *
Username *
Password *
Verify password *
Email *
Verify email *
Captcha *

Grundpreisangabe, das leidige Thema

Rate this item
(0 votes)

Mit dem Thema Grundpreisangabe wird sich sicher jeder schon einmal beschäftigt haben, welcher Produkte verkauft die zur Angabe der Grundpreise verpflichtet sind.

Prinzipiell war es ausreichend im Onlineshop die Angabe der Grundpreise, bezogen auf den gezeigten Preis (ich betone das, da gerne in Produktübersichten der günstigste Preis gezeigt wird; bsplw. bei Staffelpreisen, aber der Grundpreis des Normalpreises) in unmittelbarer Nähe zu zeigen. So war der Kunde nach PAngV ausreichend informiert, da er bevor der Artikel in den Warenkorb gelegt wird über den Grundpreis informiert wird.

Preisvergleiche

Nun haben wir aber das Problem bei den Preisvergleichen. Hier, so haben fleissige Abmahnanwälte entdeckt, muss der Grundpreis auch angegeben werden! Viele Portale berücksichtigen dies aber nicht!

Hier mal eine kleine Nagativliste:

  • billiger.de
  • smatch.com
  • shopping.com
  • preissuchmaschine.de
  • preisroboter.de

Die Positivliste ist kurz:

  • idealo.de

Die Angaben beruhen auf dem heutigen Datum (29.04.2012) und die Liste ist nicht vollständig.

Das Hauptproblem dabei ist vorallem, das die Abmahnwelle nicht die Betreiber der Portale trifft, sondern selbstverständlich die Shopbetreiber. Besonders ärgerlich ist auch, das in den meisten Fällen die Gewichtsangaben an die Portalbetreiber übermittelt werden und die Berechnung der Grundpreise ja technisch gesehen keiner Erwähnung bedarf.

Wir haben darauf reagiert und unserem Exportmodul der oShop-Software eine Variable gegönnt, welche automatisch den Grundpreis in den Namen des Artikels einfügt und das auch bei Staffelpreisen. Er wird auch zwingend dem Artikel vorangestellt, um dem Risiko aus dem Weg zu gehen das bei zu langen Artikelnamen der Grundpreis nicht mehr zu sehen ist.

Ein anderer Kanditat, wen überrascht es, ist natürlich eBay.

Nach dem es eBay nach über einem Jahrzent als führender Marktplatzbetreiber nicht geschafft hat die Anzeige der Grundpreisangabe einzuführen; betrifft ja höchstens 150.000 Artikel, konnte das Problem bisher damit umgangen werden die Grundpreisangabe mit in die Artikelbeschreibung einzufügen.

Aber, wer hätte daran denken können, haben auch hier gewiefte Anwälte entdeckt das das ja nicht richtig sein kann. Denn der Kunde müsste ja lesen was er kauft und das ist nun wirklich nicht zu verlangen.

Auch auf dieses Problem haben wir reagiert und in unsere eBay Schnittstelle die Grundpreisangabe in die Artikelbezeichnung eingefügt. D.h. sobald der Artikel im Shop eine aktivierte Grundpreisangabe hat, wird automatisch in die Artikelbezeichnung des eBay Artikel die Grundpreisangabe eingefügt.

Das Problem was sich hier bei leider ergibt ist die Aktualisierung der Artikel. Wenn Sie Festpreisartikelverkaufen und schon ein Artikel verkauft wurde, dann können Sie die Artikelbezeichnung nicht mehr ändern. Sollten Sie jetzt den Preis des eBay Artikels ändern, dann stimmt die Grundpreisangabe nicht mehr und das ist auf jeden Fall abmahnfähig.

Die einzige Lösung besteht darin, den entsprechenden Artikel zu beenden und neu einzustellen. Jedoch büsen Sie dabei jedes Mal Ihre Position in den Suchergebnissen ein. 

Prinzipiell ist die zwingende Angabe der Grundpreisangabe nach zu vollziehen und auch richtig; vor allem durch die Änderungen in der EU das keine Referenzverpackungen mehr verpflichtend sind, denn der Kunde soll schon informiert werden bzw. die Möglichkeit des Vergleichs haben.

Die Problematik liegt hier fast vollständig bei den Preisportalen- und Plattformbetreibern denn diese stellen die Produkte und Preise dar und sollten grundlegende und vor allem alte Bestimmungen vollständig berücksichtigen und nicht wie es zu gern getan wird die Haftung auf die Anbieter durchzuleiten.

Warum aber die Anwälte nicht bsplw. bei eBay anklopfen und diese Plattform abmahnen liegt wohl eher darin, das dann nur eine Abmahnung verteilt werden kann und das liegt ja sicher nicht im Interesse einschlägiger Abmahn-Kanzleien. 

In diesem Sinn, Augen auf beim Geschäftsverkehr!

Last modified on Sonntag, 29 April 2012 19:05

Buchempfehlungen